Grüne Hofheim setzen auf gesellschaftlichen Zusammenhalt
Die Hofheimer Grünen haben die Einladung des Bündnisses „MTK gegen Rechts“ angenommen, am 13. Mai 2026 einen öffentlichen Redebeitrag bei der Kundgebung zum Protest gegen den „Bürgerdialog“ mit drei Landtagsabgeordneten der AfD zu halten. Auch die Grünen sind nicht bereit zum Dialog mit der AfD, aber sie warnen eindringlich vor einer Spaltung der Gesellschaft und suchen den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern, um immer wieder gemeinsame Lösungen zu suchen.
Den Redebeitrag, den die Fraktionsvorsitzende Bettina Brestel dazu gehalten hat, geben wir hier im Wortlaut wieder:
„Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Ängste, Zweifel und Unsicherheiten und die unserer Mitmenschen gezielt genutzt werden, um unsere Gesellschaft zu spalten. Hetze gegen Minderheiten, scheinbar einfache Lösungen für komplexe Probleme und das Unterscheiden zwischen „wir“ und „die anderen“ sind Strategien, die zum Ziel haben, Solidarität zu verhindern und die Machtübernahme Einzelner zu ermöglichen. Eine gespaltene Gesellschaft verliert ihre Handlungsfähigkeit und sie verliert den Blick für gemeinsame, demokratische Lösungen.
Das Ziel der AfD ist es, dass sich möglichst Viele gegenseitig bekämpfen, denn desto leichter kann sie ihre extremistischen Positionen als alternativlos darstellen. Aber unsere Stärke liegt in der Vielfalt: Es gibt in einer offenen Gesellschaft unterschiedliche Meinungen und es gibt Sorgen, es gibt Probleme, es gibt auch Auseinandersetzung, aber das kann und das sollte eine Demokratie aushalten.
Wir dürfen nicht zulassen dass Unterschiede zu Feindbildern werden und wir müssen verhindern, dass Sorgen und Vertrauensverlust instrumentalisiert werden. Vor allem müssen wir die Sorgen hören! Wir sind bereit dazu, redet mit uns, sucht den Austausch auf einer friedlichen und lösungsorientierten Ebene.
Spaltung ist keine Meinungsfreiheit, sondern Spaltung ist eine Gefahr für uns alle. Sie ist eine Bedrohung für unsere Gesellschaft – und damit eine Bedrohung für unser Zusammenleben. Es geht nicht nur um Politik – es geht um die grundsätzliche Frage: Wollen wir eine Gesellschaft, die zusammenhält, oder eine, die sich selbst zerlegt?
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