Anfrage 2020/011 Der Kapellenberg – ein „Pompeji der Steinzeit“ im Rhein-Main-Gebiet

Vor fast 6000 Jahren lebten Menschen auf dem Hofheimer Kapellenberg. Seit 2008 untersuchen das Römisch-Germanische Zentralmuseum und die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen / hessenARCHÄOLOGIE, unterstützt von der Stadt Hofheim, die Siedlung am Hofheimer „Hausberg“. In einer Computersimulation ließen Forscher im Jahre 2018 die Siedlung der Michelsberger Kultur lebendig werden.

Die digitale Rekonstruktion der jungsteinzeitlichen Siedlung Kapellenberg wurde durch die Architectura Virtualis GmbH, Kooperationspartner der Technischen Universität Darmstadt, anhand eines virtuellen Modells erstellt.1)

Im Jahre 2018 wurde auch die Entscheidung getroffen, die breite Öffentlichkeit künftig mehr über die Siedlung der Michelsberger Kultur auf dem Hausberg der Hofheimer erfahren zu lassen. Die Stadt wollte 2019 in Kooperation mit dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum einen archäologischen Rundweg mit Infotafeln und Stelen anlegen. Auch die digitale Rekonstruktion sollte dort zu sehen sein. Das Projekt sollte in den Regionalpark Rhein-Main eingebunden und von der Stiftung Flughafen gefördert werden.2)

1) Quelle: http://www.hofheim.de/rathaus/Pressemitteilungen/pressemeldung.php?showpm=true&;pmurl=http://www.hofheim.de/newsdesk/publications/Hofheim_am_Taunus/180010100000069392.php)

2) Quellen: https://www.fr.de/rhein-main/main-taunus-kreis/hofheim-ort74520/dorf-steinzeit-10957064.html;
https://web.rgzm.de/ueber-uns/presse/pressemitteilungen/pm/article/kapellenberg-seltenes-jungsteinzeitliches-grubenhaus-entdeckt/;
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/archaeologen-entdecken-in-hessen-urtuemliches-grubenhaus-16363609.html

In diesem Zusammenhang bitten wir den Magistrat um die Beantwortung folgender Fragen:

  • Wurde das Vorhaben des Rundweges mit Infotafen und Stelen sowie mit Darstellung der digitalen Rekonstruktion wie geplant umgesetzt?
  • Wer war Kostenträger des Vorhabens und wie hoch war der Kostenaufwand bzw. wie hoch wird voraussichtlich der zukünftige Kostenaufwand für die Stadt Hofheim/Ts. sein?
  • Übernimmt der Denkmalschutz die Pflege?
  • Was geschied mit dem archäologischen Forschungsprojekt ab 2020? 
  • Wie sieht die weitere Planung aus? Werden die Funde aus der Steinzeit touristisch beworben bzw. in ein touristisches Konzept eingebunden?

 

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